Hände weg von gewerkschaftlicher Demokratie!

Solidaritätserklärung der AKL Berlin mit der ver.di-Betriebsgruppe an der FU Berlin

Die AKL Berlin unterstützt den Beschluss vom „Netzwerk für eine Kämpferische und Demokratische ver.di“: Petition: Nein zur Abschaltung der Homepage der ver.di-Betriebsgruppe an der FU Berlin – Netzwerk .

Die Abschaltung der Webseite der ver.di-Betriebsgruppe an der Freien Universität Berlin ist ein Angriff auf demokratische Rechte und Meinungsfreiheit innerhalb der Gewerkschaft. Eine Mitgliederversammlung hatte ihre TV-L-Forderung von 600 Euro mehr im Monat beschlossen und veröffentlicht – ein legitimer, demokratischer Akt, der nun zensiert wurde.

Die AKL Berlin sagt klar: Gewerkschaft lebt von unten, nicht von oben! Die gewerkschaftlichen Betriebsgruppen sind der Kern einer lebendigen Gewerkschaft. Ihre Impulse und Beiträge sollten in die allgemeine Diskussion in allen Betrieben hineingetragen werden. Diskussionen über Tarifforderungen müssen offen, transparent und solidarisch geführt werden – nicht hinter verschlossenen Türen. Das Vorgehen der Landesfachbereichsleitung ist bürokratisch, undemokratisch und schwächt die Kampfkraft von ver.di, indem kämpferische, wenn auch kritische Stimmen, zum Schweigen gebracht werden sollen.

Wir fordern die sofortige Wiederfreischaltung der FU-Betriebsgruppenseite und die volle Anerkennung des Rechts aller ver.di-Mitglieder und -Gremien, sich frei und öffentlich – auch politisch – zu äußern. Wir brauchen reale demokratische Strukturen und Diskussionen über die Kampfforderungen, ausgehend von den Betriebsgruppen. Die Verhandlungskommissionen müssen die Forderungen der Betriebsgruppen widerspiegeln.

Darüber hinaus steht die AKL Berlin für den Kampf um einheitliche Tarife und die Zusammenführung von TV-L, TVöD und TV-H auf Basis einer Angleichung an die besten in den Verträgen bestehenden Bedingungen als wichtigen Schritt zur Vereinigung der Arbeiter*innen und zur Stärkung die Kampfkraft der Arbeiter*innenklasse.

AKL Berlin