Zur Debatte über die Deckelung der Abgeordneten-Diäten

WIE EIN WICHTIGES PROJEKT VERSENKT WIRD…

Der Antrag des Parteivorstandes an den Bundesparteitag, die Diäten unserer Abgeordneten per Parteitagsbeschluss zu deckeln, ist leider wie so häufig in der LINKEN zwischen guter Absicht und schlechter Performance zerschellt. Statt eine kritische Debatte über die domestizierende Wirkung des bürgerlichen Parlamentarismus auf eine linke Partei auszulösen und zu ersten bescheidenen organisatorischen Maßnahmen einer Gegenwehr zu kommen, wird eine natürlich zum Scheitern verurteilte Gesinnungsdebatte über das Verhalten von Abgeordneten, über Verzichtsethik und rückwirkend eingeführte Zwangsbeschränkungen geführt. Die Anfänge dieser Debatte in „linksbewegt.de“ und anderswo waren ursprünglich vielversprechend. Wir verweisen auf den Beitrag von Thies Gleiss zum Ausgangstext von Kathrin Vogler u.a., der die notwendigen Grundlagen beleuchtet: https://antikapitalistische-linke-nrw.org/316-2/

Über die Gefahr des „Abhebens“….

Dass „unsere Abgeordneten“ in den Parlamenten sehr leicht (und ohne reglementierende Kontrolle der linken Partei fast zwangsläufig) „abheben“ und Berufspolitiker:innen in einem Parlamentsbetrieb werden, der die kapitalistische Klassengesellschaft nicht aufheben kann – das liegt nicht an der Bezahlung der Abgeordnetentätigkeit durch Diäten in einer Höhe, die im Vergleich zur täglich malochenden Arbeiter:innenschaft relativ hoch, zu den Einkommen der wirklichen Führungskräfte der herrschenden Klasse aber eher bescheiden sind. Die Bezahlung in Form von Diäten, die stets ohne irgendeinen realen Bezug zu einer „Leistung“ daherkommt, sorgt letztlich nur dafür, dass es kein Zurück von dieser Abgehobenheit gibt. Diese Überweisungen aus der Staatskasse sind die monatlichen Nachweisungen, dass die Abgeordneten nicht an Weisungen gebunden sind, sondern alles aus freien Stücken tun würden.

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Das wird teuer

Die kommende Inflationskrise ist nicht nur eine Öltanker-Havarie, sondern eine unvermeidliche Folge von Aufrüstung, Krieg und dem Zusammenbruch der bisherigen kapitalistischen Weltordnung. Ohne massive Gegenwehr wird es die arbeitende Bevölkerung sein, die für die geopolitische Eskalation zahlt. 

Von Sebastian Rave, Bremen, Mitglied im Bundessprecher:innenrat der AKL

Die Zahnräder der Weltwirtschaft hängen vom Schmiermittel Öl ab. Über 12.000 Öltanker schipperten im Jahr 2023 insgesamt 2,1 Milliarden Tonnen Rohöl über das Meer.

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Bericht von der Parteivorstandssitzung vom 17. – 19. April 2026 von den Mitgliedern der Antikapitalistischen Linken in der LINKEN im PV

Am 17. bis 19. April 2026, dem 65. Jahrestag des Angriffes des US-Imperialismus in der Schweinebucht, um die junge kubanische Revolution zu zerschlagen, kam der Parteivorstand der LINKEN hybrid (außer Antragsdebatte zum Bundesparteitag) und in Präsenz in Berlin zusammen. Die Verteidigung der kubanischen Revolution ist bis heute, und gerade sehr drängend, eine große Aufgabe der weltweiten Linken.

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Stoppt den Krieg gegen den Iran! Stoppt den US-Imperialismus und den israelischen Kolonialismus!

Was tun als Die Linke für Frieden im Iran?

Inge Höger: Input Online-Diskussion der SL am 25.03.26

Das Jahr 2026 begann kriegerisch mit dem Überfall der USA auf Venezuela und der Entführung des Präsidenten Maduro und seiner Frau. Es folgten Kriegsdrohungen der USA gegen Kuba, Mexiko und die Ankündigung der Annexion von Grönland und Kanada. Israel setzt den Genozid in Gaza und die völkerrechtswidrigen Vertreibungen der Palästinenser*innen in der Westbank fort. Und nach jahrelangen Kriegs-Drohungen greifen die USA und Israel den Iran an. Die US-Regierung agiert zunehmend aggressiv im Rahmen eines verschärften Wettbewerbs zwischen den imperialistischen Mächten im Zugang zu wichtigen Ressourcen.

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RECHTER GRÜNER GEWINNT WAHL IM KAPITALISTISCHEN MUSTERLÄNDLE

Die Wahl in Baden-Württemberg am 08. März 2026 aus der Sicht der Antikapitalistischen Linken

Die Landtagswahl in Baden-Württemberg am internationalen Frauentag 8. März wurden in einem Zweikampf zweier bürgerlich-patriarchaler Männer entschieden, den der bekannte rechte Vertreter der GRÜNEN, Cem Özdemir, knapp vor dem Nachwuchs-Macho der CDU, Manuel Hagel, für sich entschied. Beide Kandidaten und ihre Parteien hatten schon im Wahlkampf versprochen, nach der Wahl gemeinsam weiter die Landesregierung zu stellen. Es ging also nur um Schwarz-Grün oder Grün-Schwarz. Es ging um zwei Personen. Inhaltliche Kontroversen zwischen GRÜNEN und CDU gab es nicht. Entsprechend wurde der Wahl“kampf“ vor allem mit persönlichen Petitessen und Intrigen gefüllt. Mit 0,5 Prozentpunkten, was keinen 30.000 Stimmen entspricht, gewann Özdemir vor Hagel. Die GRÜNEN erreichten dabei 1,623 Millionen Stimmen (30,2 Prozent), die CDU 1,595 Millionen Stimmen (29,7 Prozent).

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Sofortiger Stopp der Intervention im Iran!Keine Befreiung durch US-amerikanische Bomben!

Stellungnahme der Antikapitalistischen Linken in der LINKEN

01. März 2026

Nachdem verschiedene US-Regierungen – nicht nur die aktuelle Trump-Regierung – dem Iran über viele Jahre hinweg mit einem Militärschlag gedroht hatten, haben die Armeen der USA und Israel Raketenangriffe und Bombardierungen gegen das Land durchgeführt. Trump hat das iranische Militär aufgefordert, sich zu ergeben, andernfalls drohe ihm der „sichere Tod“. Der religiöse Staatsführer des islamischen Staates, Ali Chamenei, der frühere Präsident Mahmud Ahmadineschad und mehrere Militärführer sowie eine nicht genannte Zahl (manche Quellen sprechen von 200 Toten) weiterer Opfer aus der Bevölkerung wurden bei Militärschlägen ermordet. Der Iran hat mit Angriffen auf US-Militärstützpunkte am Golf und auf Israel reagiert, und nun droht ein größerer regionaler Krieg.

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PROGRAMMKONFERENZ DES LINKEN FLÜGELS DER LINKEN

Bericht und Bewertung

07. Februar 2026 in Hannover

Die Konferenz fand gut organisiert in den Ver.di-Höfen, dem Veranstaltungszentrum der Gewerkschaft, statt, das zentral in Nähe des Hauptbahnhofs Hannover liegt. Es nahmen ungefähr 200 Leute teil. Die Mehrheit gehörte zur älteren Generation und zu den Mitgliedern mit längerer Parteizugehörigkeit, aber ein deutlich größerer Anteil als sonst bei solchen Treffen kam aus der jungen, frisch in die Partei eingetretenen Generation. Die Veränderung der LINKEN, die wir andernorts als „faktische Neugründung“ bezeichnet haben, drückt sich also auch auf dem Treffen eines „linken Flügels“ aus, der ja ansonsten eher behäbig und konservativ daherkam.

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