Verpasste Chancen

Bericht des LandessprecherInnenrats der Antikapitalistischen Linken Niedersachen vom Landesparteitag der LINKEN. Niedersachsen in Hameln

AKL Niedersachsen
Der Landesparteitag der LINKEN. Niedersachsen in Hameln hat nach der deutlichen Wahlniederlage nicht den von Manfred Sohn angekündigten „antikapitalistischen Neustart“ gewagt. Anstelle von Signalen für eine Rückbesinnung der LINKEN auf die systemkritischen Kernbotschaften des Erfurter Programms und die Beendigung der gescheiterten Anbiederungsversuche an SPD und Grüne lautete das politische und personelle Motto eher: „Weiter so“. Weiterlesen

Für einen Europäischen Frühling! Unsere Demokratie gegen ihr Spardiktat!

Beteiligt Euch am dezentralen Aktionstag am 13.3. Beteiligt euch an der Kundgebung und Demonstrationen am 14.3. in Brüssel

„Für einen europäischen Frühling“ ruft zu Aktionen, Streiks und Demonstrationen in ganz Europa am 13. März sowie zu einer gesamteuropäischen Demonstration und kreativen Aktionen in Brüssel am 14. März auf. Weiterlesen

Presseerklärung zum Treffen in Berlin

Bundesweites Treffen beschließt gemeinsame Schwerpunkte für den weiteren Parteibildungsprozess

Zum gestrigen Treffen von Unterstützerinnen und Unterstützer des Aufrufes „Für eine antikapitalistische Linke“ erklären Sahra Wagenknecht, Mitglied im Parteivorstand der Linkspartei.PDS und Abgeordnete im Europäischen Parlament; Thies Gleiss, Mitglied im Bundesvorstand der WASG, Sabine Lösing, Mitbegründerin der WASG, ehemals Mitglied im geschäftsführenden Bundesvorstand und aktuell Mitglied im Länderrat der WASG; Tobias Pflüger, parteiloser Abgeordneter für die Linkspartei.PDS im Europäischen Parlament und Nele Hirsch, Mitglied in der Bundestagsfraktion DIE LINKE.: Weiterlesen

Presseerklärung mit der Einladung für den 10. Juni

Erklärung von Linkspartei.PDS- und WASG-Mitgliedern zur Programm und Strategiedebatte

Zur Programm- und Strategiedebatte der neuen linken Partei erklären Sahra Wagenknecht, Mitglied im Parteivorstand der Linkspartei.PDS und Abgeordnete im Europäischen Parlament; Thies Gleiss, Mitglied im Bundesvorstand der WASG, Sabine Lösing, Mitbegründerin der WASG, ehemals Mitglied im geschäftsführenden Bundesvorstand und aktuell Mitglied im Länderrat der WASG; Tobias Pflüger, parteiloser Abgeordneter für die Linkspartei.PDS im Europäischen Parlament, Rainer Spilker, Mitglied im Bundesvorstand der WASG sowie Ulla Jelpke und Nele Hirsch, Mitglieder in der Bundestagsfraktion DIE LINKE.: Weiterlesen

Für eine antikapitalistische Linke

An die Delegierten und Gäste des Parteitages der WASG in Ludwigshafen

Wir haben vor einigen Wochen gemeinsam mit weiteren Erstunterzeichnerinnen und Erstunterzeichnern aus Linkspartei und WASG den Aufruf „Für eine antikapitalistische Linke“ veröffentlicht. Darin haben wir unsere Positionen zum Profil der neuen linken Partei skizziert. Wir sind überzeugt: Dieses Land braucht eine starke Linke. Die sich heute bietende Chance darf auf keinen Fall verspielt werden.Unser Aufruf ist auf sehr viel positive Resonanz gestoßen. Inzwischen haben über 500 Unterstützerinnen und Unterstützer den Text unterzeichnet.

Wir waren und sind uns darin einig, dass eine mobilisierungsfähige linke Partei nur entstehen kann, wenn sie in außerparlamentarischen Bewegungen, Gewerkschaften und sozialen Initiativen fest verankert ist. Das setzt eine glaubwürdige anti-neoliberale Politik auf allen Ebenen – im Bund, in den Ländern und Kommunen – voraus. Eine Politik offenbar bedingungslosen Mitregierens darf daher unseres Erachtens seitens der Linkspartei.PDS nicht weitergeführt werden. Ebenso dürfen sich Skandale wie der WOBA-Verkauf in Dresden nicht wiederholen.

Die – auch von uns – formulierte Kritik an der Politik der Linkspartei.PDS im Berliner Senat ist in dem Beschluss des Parteitages der WASG mit großer Deutlichkeit bestätigt worden. Das begrüßen wir sehr. Eine ähnlich gelagerte Kritik war insbesondere von Oskar Lafontaine bereits im Vorfeld mehrfach geäußert worden. Er hat sich zudem deutlich für eine klare Absage an jegliche Privatisierungspolitik ausgesprochen.

Wir vertreten außerdem die Position, dass konkurrierende Wahlantritte kein Weg sind, ein stärkeres linkes Profil der neuen Partei zu erreichen, sondern eher das Gegenteil bewirken.

Wir können gut nachvollziehen, dass es über die Frage, mit welchen Maßnahmen konkurrierende Wahlantritte verhindert werden können und sollten, unterschiedliche Auffassungen gibt.

Aber ungeachtet dessen appellieren wir an alle, die wie wir eine starke antikapitalistische Linke in diesem Land erreichen wollen, das Projekt nicht aufgrund von Differenzen in dieser einen Frage aufzugeben. Dazu gibt es keinen Grund.

Wir bitten alle WASG-Mitglieder, die den in unserem Aufruf formulierten Positionen nahe stehen, sich weiterhin aktiv einzubringen und mit uns gemeinsam für eine konsequente linke Positionierung der neuen Partei zu ringen. Die Bedingungen dafür haben sich durch den Beschluss auf dem WASG-Parteitag nicht verschlechtert. Lasst uns gemeinsam für eine antikapitalistische Linke in der Bundesrepublik kämpfen.

Solidarische Grüße,

Sahra Wagenknecht, Nele Hirsch, Tobias Pflüger, Ulla Jelpke, Heike Hänsel, Lutz Heilmann, Johanna Scheringer-Wright, Volker Külow, Barbara Borchardt, Eva Bulling-Schröter, Dorothee Menzner, Antje Brose, Frederico Elwing, Birgit Schwebs, Klaus Bartl und Dietmar Pellmann

Siehe auch: www.antikapitalistische-linke.de

Positive und breite Resonanz auf Aufruf „Für eine antikapitalistische Linke“

Erklärung der Abgeordneten Nele Hirsch (MdB), Tobias Pflüger (MdEP) und Sarah Wagenknecht (MdEP)

Pressemitteilung

Zur Resonanz auf den vor kurzem veröffentlichten Aufruf „Für eine antikapitalistische Linke“ erklären Sahra Wagenknecht, Mitglied des Europäischen Parlaments, Nele Hirsch, Mitglied des Bundestages, und Tobias Pflüger, Mitglied des Europäischen Parlaments:

Vor drei Tagen haben wir gemeinsam mit 17 weiteren Erstunterzeichnerinnen und Erstunterzeichnern aus dem Europäischen Parlament, dem Bundestag und den Landtagen den Aufruf „Für eine antikapitalistische Linke“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Die ausgesprochen positive und breite Resonanz sowohl aus der Linkspartei als auch der WASG, die wir bis heute erfahren haben, hat uns in der Ansicht bestärkt, dass die formulierten Thesen in ihrer Grundrichtung eine einigende Basis für den Parteibildungsprozess und die strategisch-programmatische Orientierung der neuen Partei der Linken sein können.

Wir haben in dieser kurzen Zeit weit über 100 zusätzliche Unterstützerinnen und Unterstützer gewonnen. Prominente Mitglieder aus beiden Parteien sind als Erstunterzeichnerinnen und Erstunterzeichner unseres Aufrufes hinzugekommen. Zu nennen sind hier insbesondere Sabine Lösing, Mitglied des geschäftsführenden Bundesvorstandes der WASG, Thies Gleiss vom WASG-Bundesvorstand, die LandessprecherInnen der WASG aus Nordrhein-Westfalen, Katharina Schwabedissen und Wolfgang Zimmermann, sowie weitere Mitglieder aus Landesvorständen und Landtagen beider Parteien.

Dieser positive Anfang ermutigt uns, darum zu kämpfen, dass der Kreis der Unterstützerinnen und Unterstützer noch erheblich größer wird. Gemeinsam wollen wir darum ringen, dass das eingeforderte antikapitalistische Profil und die genannten Mindestbedingungen für Koalitionen in einem künftigen Parteiprogramm der neuen Linken verankert werden und die Strategie und Alltagspolitik der neuen Partei prägen.

Die vollständige UnterzeichnerInnenliste sowie den Volltext des Aufrufes „Für eine antikapitalistische Linke“ finden Sie aufhttps://akl.minuskel.de

Berlin / Brüssel, 31. März 2006

Thesen „Für eine antikapitalistische Linke“ erarbeitet

Erklärung der Abgeordneten Nele Hirsch (MdB), Tobias Pflüger (MdEP) und Sarah Wagenknecht (MdEP)

Zu den jüngsten Entwicklungen im Parteibildungsprozess von Linkspartei und WASG und in der programmatischen Debatte der neuen Linken erklären Sahra Wagenknecht, Mitglied des Europäischen Parlaments, Nele Hirsch, Mitglied des Bundestages, und Tobias Pflüger, Mitglied des Europäischen Parlaments:

Bei den Kommunalwahlen in Hessen und vielerorts bei den Wahlen zum Landtag in Baden- Württemberg hat die Linke, nach einem überwiegend solidarisch von WASG und Linkspartei gemeinsam geführten Wahlkampf, wichtige Erfolge errungen. Diese Ergebnisse wurden trotz einer Reihe von Konflikten im Parteibildungsprozess im Vorfeld erreicht. Insbesondere die (denkbar knappe) Entscheidung der Berliner WASG, eigenständig zu den Abgeordnetenhauswahlen im Herbst anzutreten, wurde öffentlich vielfach als Infragestellung der Erfolgsaussichten des Projekts einer geeinten Linken gewertet.

Vertreterinnen und Vertreter aus Linkspartei und WASG haben gemeinsam die programmatischen Thesen „Für eine antikapitalistische Linke“ erarbeitet, die wir hiermit der Öffentlichkeit vorstellen. Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner dieser Thesen möchten, dass die sich heute bietende Chance für eine starke, in Ost und West akzeptierte, in Gewerkschaften und sozialen Bewegungen verankerte und damit gesellschaftlich einflussreiche Linke nicht verspielt wird. Wir halten die aktuellen Konflikte für überwindbar.

Notwendig dafür ist unseres Erachtens allerdings ein klares linkes Profil der neuen Partei, das ihre Politik auf allen Ebenen – in Bund, Ländern und Kommunen – in eindeutiger, nachvollziehbarer Weise bestimmt. Linke Politik muss deutlich erkennbar antikapitalistisch und antineoliberal sein. Insbesondere halten wir folgende Minimalbedingungen für Regierungsbeteiligungen auf Landesebene für unabdingbar:

  • Privatisierungen müssen verhindert werden
  • Dem Abbau öffentlicher Beschäftigung darf nicht zugestimmt werden
  • Soziale Ungleichheiten im Bildungssektor müssen aktiv bekämpft werden
  • Kürzungen zu Lasten der Schwachen müssen ausgeschlossen sein
  • Entmilitarisierung und Konversion sind auch auf Landesebene zu fördern

Wir möchten uns mit den vorliegenden Thesen in die programmatische Debatte der neuen Linken einbringen. Dabei konzentrieren wir uns auf die Frage nach einer politischen Strategie, die eine eindeutige Profilierung der neuen Partei ermöglicht und in Form konkreter Projekte zugleich aktionsorientiert ist. Viele programmatische Fragen können und müssen in einer solidarischen Debatte sicher noch über längere Zeit weiterdiskutiert und inhaltlich ausgearbeitet werden. Die Grundentscheidung zugunsten eines klaren antikapitalistischen Profils allerdings sollte unseres Erachtens am Beginn des Parteibildungsprozesses stehen. Was wir darunter verstehen, haben wir zu Papier gebracht.

Wir werden darum ringen, dass ein solches Profil und die genannten Mindestbedingungen für Koalitionen in einem künftigen Parteiprogramm verankert werden.

Berlin/Brüssel, den 28. März 2006

Weitere Informationen: www.antikapitalistische-linke.de