Zum
Ausgang der Landtagswahlen in Thüringen 2019
von Thies Gleiss
Es gibt auf der LINKE-Führungsebene vor Schließung der Wahllokale immer ein besonders bescheuertes Schmankerl: Das Karl-Liebknecht-Haus (wer genau, ist nicht bekannt) verbreitet an die Spitzenfunktionäre der LINKEN sogenannte „Sprachregelungen“, wie die jeweils möglichen Wahlergebnisse kommentiert werden sollen. Das beginnt dann immer mit Danksagungen an Wähler*innen und Wahlkämpfer*innen und endet mit verschiedenen Varianten, den Ausgang der Wahlen speziell für die LINKE positiv darzustellen. Bisher tat mensch gut daran, dieses Ritual mit kopfschüttelndem Schweigen zu begleiten. Aber heute es erforderlich, sich ausdrücklich und lautstark gegen eine dieser vorgeschlagenen Sprachregelungen zur Wehr zu setzen.
Ginge es nach diesen Vorgaben soll nämlich nicht „von uns aus auf das Ergebnis der AfD eingegangen“ werden.
Dazu
ein dickes und unmissverständliches Nein!
Das Ergebnis für die
AfD ist das traurige Spitzenereignis an diesem Wahlabend. Es ist
keine Protestwahl von „besorgten“ Bürger*innen, sondern ein
brandgefährlicher Zuspruch für eine prä-faschistische Partei mit
Massenanhang. Mit jeder Faser ihrer politischen Praxis muss sich die
LINKE diesem braunen Spuk entgegenstellen.
Wir
wollen uns dennoch mit der LINKEN und mit Bodo Ramelow über das
tolle Wahlergebnis freuen und Danke an alle Wähler*innen und
Unterstützer*innen sagen.
Politisch
sind die Ergebnisse dieses Wahlabends relativ eindeutig zu bewerten:
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