Stellungnahme des BSPR der AKL zum Beschluss des Jugendverbandes und Reaktionen aus der Partei

Die Linksjugend(solid) hat auf ihrem Bundeskongress mit einer Mehrheit von 70% den Antrag A12 „Nie wieder zu einem Völkermord schweigen“ beschlossen. Darin heißt es u.a. „Konfrontiert mit einem Völkermord, haben wir als linker Jugendverband versagt.“ Es wird zu einer Änderung der bisherigen Haltung von Jugendverband und auch Partei Die Linke aufgerufen, die eine deutlichere Kritik an der israelischen Regierung und Armee in den Mittelpunkt stellt.

Weiterlesen

Beschluss der Landesmitgliederversammlung der AKL BW, 9.11.2025(bei einer Enthaltung angenommen)


Der 18. Bundeskongress der linksjugend [,solid] hat eine Resolution „Nie wieder zu einem Völkermord
schweigen“ mit einer Mehrheit von knapp 70 % beschlossen.[i]
Von diesem Beschluss haben sich in einer Stellungnahme vom 6.11.2025 die Vorsitzenden Ines Schwerdtner
und Jan van Aken distanziert und ihn scharf kritisiert.[ii]

Solidarität mit der linksjugend [,solid] – die Debatte um Israel/Palästina in der Partei organisiert
führen!

Das gilt noch mehr für den Offenen Brief von 17
MdBs, der an die Parteivorsitzenden und den Fraktionsvorstand gerichtet war, jedoch sofort von der Welt
ausgeschlachtet wurde. Seitdem nimmt der shitstorm in den Medien gegen die linksjugend (und natürlich
letztendlich auch gegen die Partei) kein Ende.
Wir verurteilen dieses Vorgehen scharf.
Es wäre stattdessen angebracht gewesen, Gespräche intern mit dem Jugendverband zu suchen.
Hinzu kommt, dass der Jugendverband autonom ist und somit jedes Recht hat, demokratisch auf einem
Bundeskongress Beschlüsse zu fassen, auch wenn diese der Partei nicht passen.
Ohne auf den Wortlaut des Beschlusses von solid im Einzelnen einzugehen, stellen wir fest:
– Wir unterstützen die Feststellung, dass es sich in den von Israel besetzten Gebieten um einen von Israel
begangenen Genozid (Völkermord)[iii]
handelt.

– Auch den Aussagen zu den berechtigten Forderungen der Palästinenser:innen: Ende der Besatzung,
Rückkehrrecht, gleiche individuelle und kollektive Rechte der Menschen, die in der Region leben, können
wir nur zustimmen. Wir unterstützen auch die Charakterisierung Israels als kolonialer und rassistischer
Siedlerstaat und zur Komplizenschaft Deutschlands mit der Netanjahu-Regierung
– Die internationalistische Feststellung, dass es der Zusammenarbeit linker Kräfte in der Region bedarf, um
die reaktionären und autoritären arabischen Regime zu stürzen, die ihre eigenen Interessen verfolgen und mit
den USA und Israel zusammenarbeiten, ist richtig. Dass dies keine „revolutionäre“ Utopie bleiben muss, hat
sich ansatzweise in einigen Ländern im dann niedergeschlagenen „arabischen Frühling“ gezeigt. Allein auf
sich gestellt, können die Palästinenser nicht erfolgreich sein.
Insgesamt enthält also der Beschluss der linksjugend einige Positionen, die der Partei gut zu Gesicht stünden.
Erfreulicherweise hat unser letzter Landesparteitag einen Antrag beschlossen, der in eine ähnliche Richtung
geht und weitergehender ist als die Beschlüsse auf Bundesebene.[iv]
Deshalb fordern wir eine organisierte Debatte in der gesamten Partei, um sie in der Palästina-Solidarität
handlungsfähiger zu machen. Die beschlossenen Fachkonferenzen reichen dazu nicht aus.
Verteiler:

‚solid (BSPR und BW)
– LaVo die Linke BW
– Landesinfo die Linke BW
– AKL-Newsletter BW, AKL-BSPR
[i] Antrag A12-NEU, https://www.linksjugend-solid.de/beschluss/nie-wieder-zu-einem-voelkermord-schweigen/
[ii] https://www.links-bewegt.de/de/article/1030.eine-einseitige-perspektive-bringt-niemandem-etwas.html
[iii] Völkermordkonvention der UN von 1949, von der BRD ratifiziert 1954:
Artikel 1: Die Staaten verpflichten sich Völkermord zu verhüten und zu bestrafen.
Artikel 2: Völkermord bedeutet eine der folgenden Handlungen, die in der Absicht begangen wird, eine nationale,
ethnische, rassische oder religiöse Gruppe als solche ganz oder teilweise zu zerstören:
Tötung von Mitgliedern der Gruppe;
Verursachung von schwerem körperlichem oder seelischem Schaden an Mitgliedern der Gruppe;
vorsätzliche Auferlegung von Lebensbedingungen für die Gruppe, die geeignet sind, ihre körperliche Zerstörung ganz
oder teilweise herbeizuführen;
Verhängung von Maßnahmen, die auf die Geburtenverhinderung innerhalb der Gruppe gerichtet sind;
gewaltsame Überführung von Kindern der Gruppe in eine andere Gruppe.

[iv] https://www.die-linke-
bw.de/fileadmin/lv/parteitage/2024_9lpt/2025_9lpt_2tagung/2025_9lpt_3tagung/Dringlichkeitsantrag_Palaestina_Endfassung.pdf

Bericht von der Beratung des Parteivorstandes der Linken am 25.10.2025

Die Parteivorstandssitzung fand in Zoom statt. Es waren 19 von 26 PV-Mitgliedern anwesend. Die Beschlüsse des Parteivorstandes sind hier nachzulesen: https://www.die-linke.de/partei/parteidemokratie/parteivorstand/parteivorstand-2024-2026/beschluesse/

Die Parteivorstandssitzung fand in Zoom statt. Es waren 19 von 26 PV-Mitgliedern anwesend. Die Beschlüsse des Parteivorstandes sind hier nachzulesen: https://www.die-linke.de/partei/parteidemokratie/parteivorstand/parteivorstand-2024-2026/beschluesse/

Weiterlesen

Gehaltsdeckelung bei Abgeordneten der Partei Die Linke

Eine Antwort auf den Beitrag von Cornelia Möhring und Kathrin Vogler in LinksBewegt

01.10.2025

Erfreulicherweise greifen Conny Möhring und Kathrin Vogler eine in der LINKEN stattfindende Debatte zur Deckelung der Abgeordneten-Einkommen auf, die sich darum dreht, eine politisch-soziale Abgehobenheit von Programm, Selbstverständnis und sozialer Basis einer linken Partei zu verhindern oder zu mindern. Ihr Beitrag hinterlässt allerdings mehr Fragen als Antworten.

Weiterlesen

AKL-NDS Zoom-Runde im Oktober – 30.10.2025, 19:30

Gaza – Perspektiven für Frieden und Gerechtigkeit mit Inge Höger

der LINKEN, Aktivistin der Friedens- und Solidaritätsbewegung und engagierte Stimme gegen Krieg, Besatzung und Unterdrückung.

Wann: Donnerstag, den 30. Oktober 2025 19:30 Uhr Zoom-Link
https://us02web.zoom.us/j/81973102665?pwd=at4gQql6zmbAc3LLH3naJbe7YrpFM1.1
Meeting-ID: 819 7310 2665 Kenncode: 126986

Weiterlesen