AfD: Den Keil ansetzen

Warum DIE LINKE sich ein gutes Stück weit neu erfinden muss und im Kampf gegen die AfD auch die Zusammenarbeit mit der SPD nicht scheuen darf. Von Stefan Bornost

Seit dem Durchmarsch der AfD bei den Landtagswahlen am 13. März ist innerhalb der LINKEN eine Debatte entbrannt, wie wir den Aufstieg der AfD stoppen können. Das marx21-Netzwerk hält dafür jetzt zwei Schritte für geboten. Zum ersten die Schaffung einer möglichst breiten Aktionseinheit, welche der AfD und ihrem Rassismus politisch und praktisch gegenübertritt. Weiterlesen

Für mehr linke Fragen und gegen vorschnelle Antworten

Landtagswahlen und Flüchtlingskrise: Zu einigen Herausforderungen linker Politik. Von Jürgen Aust

Es kann sicherlich keinem Zweifel unterliegen: Die Wahlniederlagen der LINKEN bei den Landtagswahlen 2016 in Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz erfordern einmal mehr eine notwendige Debatte über die Frage nach linken Hoffnungen auf parlamentarische Erfolge und ihres Scheiterns. Weiterlesen

Mit Gysi zur CDU

Warum aus kleineren Übeln meist größere Übel werden. Von Lucy Redler

Nach den Wahlerfolgen der AfD in Sachsen-Anhalt und den entstandenen unklaren Mehrheitsverhältnissen wartet Gregor Gysi mit dem Vorschlag auf, über Koalitionen zwischen CDU und LINKE nachzudenken. Der Erfolg der AfD und von Rechtsparteien anderswo in Europa erfordere, „dass alle springen, von der Union bis zur Linken“, so Gysi. Ich bin wahrscheinlich nicht die einzige in der Partei, die bei dem Gedanken an Bündnisse mit der Union die Assoziation hat, lieber von der Brücke zu springen …. Weiterlesen

„Bleiberecht für alle“ die Zweite: Die Finanzierungsfrage

Erst das Fressen, dann die Moral. Von Meike Brunken, Andreas Brändle,  Edgar Schu und Peter Strathmann

Es gibt „Fragen und Antworten“ in Sachen „Bleiberecht für alle“, die nun auf der Website des Landesverbandes DIE LINKE. Niedersachsen veröffentlicht sind. Ein Teil des Autorenkreises der vorliegenden, zweiten Wortmeldung war daran beteiligt.
Gerade nach den Ergebnissen der Landtagswahlen des vergangenen Sonntags, 13. März 2016, halten wir es für notwendig, zu der „Finanzierungsfrage“ (Kann die Bevölkerung in Deutschland die anfallenden Kosten tragen?) einige Impulse zu ergänzen. Weiterlesen

Der vorhersehbare Schock

Die Landtagswahlen vom 13. März sind ein Warnschuss – DIE LINKE braucht dringend einen Kurswechsel. Von Sascha Stanicic

Selten haben Landtagswahlen so viel durcheinander gewirbelt, wie die Wahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt am 13. März. Die Alternative für Deutschland schnitt noch stärker ab, als allgemein erwartet wurde. Von der existierenden Opposition gegen AfD und gegen Rechtspopulismus in weiten Teilen der Bevölkerung haben zumindest in den beiden westlichen Bundesländern vor allem SPD und Grüne profitiert. Merkels Position innerhalb von CDU/CSU wird paradoxerweise dadurch gestärkt, dass CDU-SpitzenkandidatInnen verlieren, die ihre Linie kritisierten. Die CDU verliert zwar, wird aber wahrscheinlich in mehr Ländern als bisher regieren können. Die FDP ist wieder da. Und DIE LINKE landet da wo ihre Führung zur Zeit Politik macht: zwischen allen Stühlen. Weiterlesen

Gleichberechtigung im Kapitalismus? Eine bürgerliche Illusion

Ansätze zum Kampf gegen bestehende Geschlechterrollen. Von Yannic Dyck

Wer will denn im Jahr 2015 in einer so modernen, humanen und sozialen Nation wie Deutschland bitteschön noch ernsthaft von Geschlechterdiskriminierung und auch noch so geringen Ansätzen von patriarchalen Strukturen sprechen? Spätestens seit Angela Merkel wissen wir doch alle, dass Frauen – wenn sie nur wollen und sich anstrengen – alles erreichen und sogar Bundeskanzlerin werden können. Von der aktuellen Bundesverteidigungsministerin haben wir darüber hinaus gelernt, dass es möglich ist, als Frau Karriere zu machen und dabei sogar bis zur höchsten Befehlshaberin der deutschen Armee aufsteigen zu können und gleichzeitig auch noch mehrfache Mutter zu sein. Die Bundeswehr als Hort hegemonialer Männlichkeitsinszenierung? Das war gestern – schließlich akzeptiert sie mittlerweile sogar eine Frau ihrer Spitze. Ist damit die Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen im kapitalistischen Deutschland verwirklicht? Weiterlesen

Bleiberecht jetzt

Fragen und Antworten zum „Bleiberecht für alle“. Von Meike Brunken, Edgar Schu, Peter Strathmann und Philipp Zimmermann

Ist ein „Bleiberecht für alle“ ein Bleiberecht für Terroristen, Mörder und kriminelle Ausländer?

Besser als Abschieben ist eine funktionierende Justiz: Internationales Recht regelt genau, wie bei Strafsachen zu verfahren ist. Und zwar greift in diesen Fällen entweder das internationale Rechtshil-fegesetz (IRG) oder bilaterale Auslieferungsabkommen. Das deutsche Recht geht sogar noch dar¬über hinaus, da es ermöglicht, in Deutschland Menschen zu bestrafen, die weder Deutsche sind, noch in Deutschland ein Verbrechen begangen haben (§7 Strafgesetzbuch). Und das gilt besonders für die Fälle, in denen es gar kein Auslieferungsersuchen eines anderen Staates gibt – eben damit niemand ungestraft davon kommt, weil das Heimatland kein Interesse an einer Strafverfolgung hat. Es wäre abstrus IS-Terroristen zum IS zurückzuschicken, damit sie den nächsten Anschlag planen können. Statt eines Freifahrtscheins zurück ins Terrorcamp muss eine funktionierende Rechtsstaatlichkeit greifen. Weiterlesen