PROGRAMMKONFERENZ DES LINKEN FLÜGELS DER LINKEN

Bericht und Bewertung

07. Februar 2026 in Hannover

Die Konferenz fand gut organisiert in den Ver.di-Höfen, dem Veranstaltungszentrum der Gewerkschaft, statt, das zentral in Nähe des Hauptbahnhofs Hannover liegt. Es nahmen ungefähr 200 Leute teil. Die Mehrheit gehörte zur älteren Generation und zu den Mitgliedern mit längerer Parteizugehörigkeit, aber ein deutlich größerer Anteil als sonst bei solchen Treffen kam aus der jungen, frisch in die Partei eingetretenen Generation. Die Veränderung der LINKEN, die wir andernorts als „faktische Neugründung“ bezeichnet haben, drückt sich also auch auf dem Treffen eines „linken Flügels“ aus, der ja ansonsten eher behäbig und konservativ daherkam.

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Protokoll AKL BSPR Online-Treffen am 15.01.2026

1. Austausch über die Auftaktkonferenz zur Programmdebatte und Parteivorstand

Daniela, Inge und Thies konnten aufgrund des Wetters nicht nach Berlin und haben die Konfernz online verfolgt.

Lukas hat teilgenommen.

Wir tauschen uns kurz über die unterschiedlichen Podien und Workshops aus.

Thies berichtet von der PV-Sitzung. Ein kurzer Bericht folgt.

2. Absprachen Online-Veranstaltung zum Programmprozeß am 19.02.2026

Lukas wird einen Bericht über die bisherige Arbeit der Programmkommission geben.

Die Moderation übernimmt Inge.

3. Programmkonferenz einiger linker Zusammenschlüsse am 7. Februar in Hannover

Die akl wird sich mit einem Input an einem Workshop beteiligen und ihre Mitglieder über die Konferenz informieren und einladen. Vom BSPR werden voraussichtlich Thies, Lukas und Daniela teilnehmen.

4. Treffen der Zusammenschlüsse am 7. Januar in Berlin

Die AKL wird mit zwei Delegierten teilnehmen. Es geht um den Programmprozess, die Finanzen für die Zusammenschlüsse und die Wahl von Delegierten zum Parteirat. Inge wird die Liste der Kandidaturen an Lukas und Daniela weiter leiten.

5. Planung von Veranstaltungen

Wir planen eine Online-Veranstaltung mit der scheidenden Leiterin des Büros der RLS, Karin Gerster, zur Situation im Westjordanland. Termin 18. Februar 2026. Inge wird alles mit Karin absprechen und die Einladung breit streuen.

6. Berichte aus den landesweiten AKL-Zusammenschlüssen und Planungen

Ian Nadge ist als Sprecher der AKL Nds und aus dem BSPR zurück- und aus der AKL ausgetreten. Für Sonntag, den 25. Januar war ein Neujahrsauftakt und eine Mitgliederversammlung geplant. In NDS ist noch Johanna im LSPR, nachdem Marc bereits im letzten Jahr zurück getreten war. Die MV wird stattfinden und für die Aussprache mit den Mitgliedern und eine Nachwahl zum LSPR in Nds genutzt werden. Der Wunsch ist, das ein Mitglied des BSPR teilnimmt. Inge wird nach Hannover fahren und berichten.

Jürgen plant für die AKL in MeckPom ein Treffen evtl. zusammen mit den Mitgliedern aus Brandenburg.

Die nächste Mitgliederversammlung der AKL soll möglichst am Rande der vom PV geplanten Friedenskonferenz Ende April in Rostock stattfinden. Das ist auch eine gute Möglichkeit zur Vernetzung mit den Mitgliedern in MeckPom und Ostdeutschland. Dort sollen auch die Delegierten zum Bundesparteitag gewählt werden.

7. Verschiedenes

Nach dem Rücktritt von Ian übernimmt Daniela die Betreuung der Homepage der AKL.

SOFORTIGE BEENDIGUNG EINES TARIFPOLITISCHEN SKANDALS!

ANGLEICHUNG DER ARBEITSZEITEN IN DER OSTDEUTSCHEN METALLINDUSTRIE AN DAS WESTNIVEAU!

Nach sieben Verhandlungsrunden, fünf ganztägigen Warnstreiks und vielen weiteren Protestaktionen, darunter eine von vielen gewerkschaftlichen und politischen Persönlichkeiten unterzeichnete Petition, haben sich IG Metall und der sächsische Arbeitgeberverband VSME, sowie der Arbeitgeberverband für Berlin-Brandenburg VME, wieder einmal nicht auf eine Übernahme der Arbeitszeitregelungen, die für die westdeutschen Tarifbezirke gelten, einigen können.

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Konversion der Autoindustrie, Geschlechterparität im Bundestag und Thüringen-Wahl

Bericht von der Parteivorstandssitzung am 27. und 28. Oktober 2019

Der Parteivorstand (PV) widmete sich am Sonntag, 27.10. schwerpunktmäßig einer interessanten Debatte über die Zukunft der Autoindustrie, einem Gesetzesentwurf zur Herstellung von Geschlechterparität im Bundestag und der Vorbereitung der Strategiekonferenz der LINKEN am 29.2. bis 1.3.2020 in Kassel.

Am Montag, 28.10. ging es neben der Wahlauswertung in Thüringen vor allem um die neue Forderung der LINKEN zur Mindestsicherung. Darüber hinaus gab es Berichte aus dem Jugend- und Studierendenverband und wurden etliche weitere Vorlagen beschlossen. Da Thies Gleiss derzeit leider die Stimme versagt, verantwortet Lucy Redler diesen Bericht allein.

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Erfolgreiche Umgruppierung sozialdemokratischer Wähler*innen

Zum Ausgang der Landtagswahlen in Thüringen 2019

von Thies Gleiss

Es gibt auf der LINKE-Führungsebene vor Schließung der Wahllokale immer ein besonders bescheuertes Schmankerl: Das Karl-Liebknecht-Haus (wer genau, ist nicht bekannt) verbreitet an die Spitzenfunktionäre der LINKEN sogenannte „Sprachregelungen“, wie die jeweils möglichen Wahlergebnisse kommentiert werden sollen. Das beginnt dann immer mit Danksagungen an Wähler*innen und Wahlkämpfer*innen und endet mit verschiedenen Varianten, den Ausgang der Wahlen speziell für die LINKE positiv darzustellen. Bisher tat mensch gut daran, dieses Ritual mit kopfschüttelndem Schweigen zu begleiten. Aber heute es erforderlich, sich ausdrücklich und lautstark gegen eine dieser vorgeschlagenen Sprachregelungen zur Wehr zu setzen.
Ginge es nach diesen Vorgaben soll nämlich nicht „von uns aus auf das Ergebnis der AfD eingegangen“ werden.

Dazu ein dickes und unmissverständliches Nein!
Das Ergebnis für die AfD ist das traurige Spitzenereignis an diesem Wahlabend. Es ist keine Protestwahl von „besorgten“ Bürger*innen, sondern ein brandgefährlicher Zuspruch für eine prä-faschistische Partei mit Massenanhang. Mit jeder Faser ihrer politischen Praxis muss sich die LINKE diesem braunen Spuk entgegenstellen.

Wir wollen uns dennoch mit der LINKEN und mit Bodo Ramelow über das tolle Wahlergebnis freuen und Danke an alle Wähler*innen und Unterstützer*innen sagen.

Politisch sind die Ergebnisse dieses Wahlabends relativ eindeutig zu bewerten:

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Aufbrüche und Wagenburgmentalität – zum Bundesparteitag der Linkspartei

Von Thies Gleiss

Der sechste Bundesparteitag der LINKEN ist vorbei und als kleiner Nebenaspekt bin ich für eine neue zweijährige Amtszeit in den Parteivorstand gewählt worden – ein Gremium von 44 Mitgliedern, das die Geschicke der Partei DIE LINKE zwischen den Bundesparteitagen leiten soll. Es wird – auf dann zwölf Jahre verteilt – meine dritte Amtszeit sein, und ich schätze mal definitiv die letzte. Weiterlesen

LAST EXIT PARTEITAG

Bericht von der Sitzung des Parteivorstandes am 02. Juni 2018

Am Samstag den 2. Juni (na, wer weiß noch, was an diesem Datum mal passiert ist?) kam der Parteivorstand der LINKEN zu seiner letzten ordentlichen Sitzung in der laufenden Amtsperiode zusammen. Am Vortag des Parteitages in Leipzig (8.-10. Juni) findet noch einmal eine Sondersitzung zur letzten Absprache bezüglich des Parteitages statt.

Auch diese Sitzung war mäßig besucht. So bleibt die Hoffnung, dass der Parteitag einen neuen Vorstand wählt, bei dem die Mitglieder auch tatsächlich teilnehmen und nur in echten Notfällen wegbleiben.

Zu Beginn bedankten sich die beiden Vorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger bei allen Vorstandsmitgliedern für die zwei Jahre solidarische Zusammenarbeit. Als süße Belohnung für gut zwanzig Sitzungen, lange Anreisen und dünnen Karl-Liebknechthaus-Kaffee wurden lecker Karamellbonbon und Blumensamen für eine Blumenwiese in der Zeit, wenn die Sonn’ ohn’ Unterlaß scheint, verteilt.

Parteitagsvorbereitungen

Haupttagesordnungspunkt war die Beratung über weitere Anträge und Änderungsanträge zum kommenden Parteitag , vor allem die Änderungsanträge zu den beiden Leitanträgen (die nicht Leitanträge genannt werden) des PV zur allgemeinen Lage und zur Friedens- und internationalen Politik.

Ein Großteil der weit über hundert Änderungsanträge zum Antrag A1 („Partei in Bewegung“) wurde vom PV ganz oder in einer vertretbaren und mit den AntragstellerInnen noch abzusprechenden Teilversion übernommen. Das Ziel letztlich noch ungefähr 30 Änderungsanträge zur Beratung auf dem Parteitag offen zu halten, wurde erreicht.

Von der AKL wurde ein zusätzlicher Absatz vorgeschlagen, der die Notwendigkeit einer völlig neuen Art der Produktion, Konsumption und der Eigentumsverhältnisse als Zielsetzung der LINKEN nicht nur als fernes, allgemeines Ziel, sondern als Inhalt konkreter Politik von heute formuliert. Der Absatz stand so wörtlich in einem früheren Autorenpapier der beiden Vorsitzenden Katja und Bernd. Die Änderung wurde übernommen.

Ein Änderungsantrag der AKL zur EU wurde wie andere Anträge zur EU nicht übernommen, weil die LINKE bereits im nächsten Februar ihren Parteitag zur EU-Wahl durchführen wird und alle Fragen aus dem EU-Themenkomplex dort beraten werden sollen. Aber immerhin wird die ebenso kurze wie richtige Feststellung „Die EU steckt in einer tiefen Krise“ in den Antrag übernommen.

Zum strittigen Thema Migrations- und Flüchtlingspolitik gab es eine Reihe von Änderungs- sowie auch Extra-Einzel-Anträge. Im PV-Leitantrag wurden davon nur kleinere Änderungen übernommen. Es wird auf dem Parteitag zu diesem Thema aber eine verlängerte Extra-Debatte geben.

Ein längerer AKL-Antrag zur Kritik und Abschaffung des gegenwärtigen wieder verschärften Hartz-IV-Regimes wurde in stark verkürzter Fassung übernommen.

Zum Thema Wohnen und Mieten wurde ebenfalls eine Reihe von Präzisierungen und Forderungen aus diversen Parteistrukturen und auch der AKL übernommen.

Längere Änderungsanträge zum Thema Kommunalpolitik (von der BAG Kommunalpolitik) und Ökologischer Umbau (von der Ökologischen Plattform) wurden nicht übernommen; nicht weil sie vom PV nicht geteilt wurden, sondern weil sie in Länge und Ausführlichkeit den Charakter des Gesamtantrages völlig verändert hätten.

Keine Entscheidung des PV gab es bei einer Reihe von Anträgen, die sich mit dem Verhältnis Partei und Fraktion und dem Funktionieren der Partei von Unten nach Oben beschäftigen (einschließlich der Anträge, weltberühmte Zeilen aus dem alten Kampflied „Die Internationale“ zu zitieren). Auch darüber soll mit mehreren Debattenbeiträgen offen auf dem Parteitag diskutiert und entschieden werden.

Der Friedensantrag (G8 „Abrüsten! – Deeskalation ist das Gebot der Stunde) wurde mit einer geringeren Anzahl Änderungsanträgen durch die Mitgliedschaft in die Mangel genommen. Fast alle davon wurden vom PV übernommen, zum Teil gekürzt, sofern die AntragstelllerInnen damit einverstanden sind.

Weitere Beschlüsse

Im Schnelldurchgang nahm der Parteivorstand abschließend eine Resolution zu den kommenden Wahlen in der Türkei und der Unterstützung der HDP sowie Unterstützungsbeschlüsse zur Kohleausstiegs-Demonstration am 24. Juni in Berlin und zu den Anti-Rechts-Aktivitäten im thüringischen Themar vom 8.-9.Juni. an.

Der PV bekräftigte seine alte Position zur Legitimität und auch Legalität von Hausbesetzungen und solidarisierte sich mit der Berliner Initiative #besetzen.

Ein Antrag von Thies, der forderte, der PV sollte sich ausdrücklich gegen einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu den Vorgängen in der Bremer BAMF aussprechen und die Fraktion im Bundestag bitten, entsprechend zu handeln, wurde aufgrund des nicht mehr so ganz dringenden Handlungsbedarfes auf die Sitzung am Vortag des Parteitages vertagt.

Der Bericht wurde wieder nur von Thies verfasst und von Nina Eumann auf seine Richtigkeit geprüft. Die treue Mitberichterstatterin Lucy Redler ist am 22. Mai Mutter ihrer Tochter Roya geworden und war nicht anwesend. Herzlichen Glückwunsch an Eltern und Kind!

Sollten Lucy und Thies auf dem Parteitag erneut in den PV gewählt werden, dann gibt es auch wieder Berichte, die fast so schön wie die Edelkaramell-Bonbon sind.