„Es ist nicht nachvollziehbar, dass Linke der Grundgesetzänderung zustimmen“

Interview des Portals „Die Freiheitsliebe“ mit Johanna Scheringer-Wright

Vor zwei Wochen wurden im Bundestag und im Bundesrat Grundgesetzänderungen verabschiedet, die eine Privatisierung der Autobahn ermöglichen. Im Bundestag stimmte die Linke dagegen, im Bundesrat dafür. Wir sprachen mit Johanna Scheringer-Wright, Landtagsabgeordnete aus dem rot-rot-grün regierten Thüringen, über die Gesetzesänderungen, Privatisierungen und Regierungsbeteiligungen im Kapitalismus.

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Medien- oder mitgliedergelenkte Partei?

Oder: Sloganwettbewerb fürs Schaufenster

„Wir leben im Medienzeitalter“ ist ein gern genutzter Begriff in den Spitzengremien unserer Partei, um beispielsweise zu erklären, warum diese oder jene Debatte nicht beim Parteitag geführt werden sollte. Das Argument wurde auch genutzt, um vor der Kandidatenaufstellung bei den Landesvertreterversammlungen Spitzenkandidat*innen für die Bundestagswahlen durch den Parteivorstand zu nominieren. Die Medien würden das so erwarten. Wir stellen nicht in Abrede, dass bürgerliche Medien eine Personalisierung komplexer politischer Prozesse erwarten und die Aussagen der LINKEN verkürzen und entstellen. Wir stellen in Abrede, dass unsere Partei sich zunehmend an bürgerliche Normen anpassen muss und dafür demokratische Rechte der Mitgliedschaft schleift.

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Rede von Lutz Getschmann zu 199 Jahre Karl Marx

Liebe Freundinnen und Freunde,

liebe Genossinnen und Genossen,

Karl Marx hat in einer seiner Frühschriften, genauer: in seiner Einleitung zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie 1844, die Hegelsche Dialektik vom Kopf auf die Füße gestellt und endete in seiner in dieser Schrift zu Papier gebrachten Kritik der Religion bei der Lehre, dass der Mensch das höchste Wesen für den Menschen sei und damit bei dem kategorischen Imperativ, „alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist“.

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