So könnte eine Thüringer Präambel auch lauten…

»Die Würde des Menschen ist unantastbar« Zur Aufarbeitung der BRD-Geschichte (ungenannte Positionierungen in den Sondierungen 2014). Von Thies Gleiss

25 Jahre nach der friedlichen Revolution ist für DIE LINKE, deren eine Vorläuferorganisation unmittelbar aus der Überwindung und Aufarbeitung der Verhältnisse in der DDR, und deren andere Vorläuferorganisation aus der grundsätzlichen Opposition gegen die Verhältnisse in der BRD entstand, aber auch für die SPD, die den größten Teil ihrer Nachkriegsgeschichte in der Opposition und tragende Kraft in den gesellschaftlichen Massenbewegungen gegen die Verhältnisse in der BRD wie auch der Bürgerrechtsbewegung in der DDR war, sowie für die GRÜNEN, die unmittelbar aus der wahrscheinlich größten und nachhaltigsten gesellschaftlichen Oppositionsbewegung in der BRD erwachsen sind und ebenfalls zu den ersten Reihen der Opposition in der DDR gehörten, eine gründliche Aufarbeitung der Einschränkungen der Freiheitsrechte in der BRD und insbesondere auch des Anschlusses der DDR an die BRD in all ihren Facetten weder überflüssig noch rückwärtsgewandt. Weiterlesen

Durchaus unterschiedliche Schlussfolgerungen

Reaktion auf die AKL-Stellungnahme zum Ausgang der Landtagswahlen in Brandenburg und Thüringen

Mit der Form und teilweise auch mit dem Inhalt der Stellungnahme des AKL-Bundessprecher/innen-Rates (AKL-BSPR) zu den Landtagswahlen in Brandenburg und Thüringen hat sich unserer Ansicht nach der AKL-Bundessprecher/innenrat und damit auch die AKL ins Abseits manövriert. Diese Stellungnahme ist der Endpunkt einer schon länger laufenden Entwicklung, in der die Politik der BAG AKL in Stil und Inhalt immer weiter verändert wurden, einige von uns hatten und haben sich deshalb auch zunehmend kaum mehr an der internen Debatte der BAG AKL beteiligt. Weiterlesen

Fehler nicht wiederholen

Zur Diskussion um die Regierungsfrage in Brandenburg und Thüringen in der LINKEN und der AKL. Von Lucy Redler, Mitglied des BundessprecherInnenrats der AKL

Vereint haben bürgerliche Medien zum Sturm auf die AKL geblasen, weil diese es in einer Stellungnahme des BundessprecherInnenrats[1] gewagt hat, das Ziel der Regierungsbildung in Thüringen und Brandenburg deutlich zu kritisieren. Ich denke, dass Kritik einer pluralistischen Partei gut zu Gesicht steht und dass sich mehr Strömungen und Einzelmitglieder in der Debatte um die Richtung, die die LINKE mit ihrer Orientierung auf Rot-Rot-Grün einschlägt, zu Wort melden sollten. Wann wenn nicht jetzt, ist ein Kurswechsel nötig? Weiterlesen

Auf Kotau verzichten

Offener Brief an den Landesvorstand und die Landtagsfraktion der Thüringer LINKEN zur Debatte um die Thüringer Landesverfassung. Von der Kommunistischen Plattform (KPF) 

Der großartige Wahlerfolg der Thüringer LINKEN ist nicht zuletzt – organisatorisch und finanziell – Genossinnen und Genossen zu verdanken, die nach dem vom deutschen Imperialismus entfachten grauenhaften II. Weltkrieg mit Überzeugung für eine nicht vom Kapital dominierte Gesellschaft in der DDR gearbeitet haben. Weiterlesen

700 Tote im Mittelmeer – de Maizière setzt auf Flüchtlingsabwehr statt Seenotrettung

Auf der Flucht vor Krieg, Gewalt, Verfolgung, Hunger und Tod in ihren Herkunftsländern ist die Überfahrt nach Europa für Flüchtlinge oft die einzige Chance, all dem entkommen zu können. Von Yannic Dyck

In ihrer Not wagten nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) in diesem Jahr bereits 130.000 Menschen die lebensbedrohliche Fahrt übers Mittelmeer; meist auf kleinen, kaum seetauglichen, stark überfüllten Booten. Für viele von ihnen endete die Fahrt nach Europa tödlich. So sind allein seit Anfang Juni 2.200 Menschen im Massengrab Mittelmeer ertrunken. Erst vor wenigen Tagen erreichte uns die schreckliche Nachricht, dass wieder einmal zwei Flüchtlingsboote bei dem Versuch, Europa zu erreichen, gesunken sind, wobei bis zu 700 Menschen den Tod fanden. Weiterlesen

Die rote Hoffnung erneuern – nicht im Pragmatismus der Krisenverwaltung ertränken!

Erklärung der Antikapitalistischen Linken (AKL) zu den Landtagswahlen in Brandenburg und Thüringen

Die Wahlen in Brandenburg und Thüringen haben erneut bestätigt, was bereits bei den letzten Europawahlen und den Landtagswahlen in Sachsen offenkundig wurde: Die bürgerliche Politik des etablierten Parteienkartells steckt in einer tiefen Legitimationskrise. Die Hälfte der Wahlberechtigten bleibt der Wahl fern. Das Personal der herrschenden Klasse, ihre Spitzenleute wie die Parteien werden verachtet. Und wie immer spiegelt die Wahlbeteiligung die sozialen Verhältnisse wider. Die Wahlen werden immer mehr zu einer Veranstaltung der materiell wie kulturell Besserverdienenden. Diese Wahlenthaltung ist kein kollektiver Protest, keine linke Gesellschaftskritik, sondern individueller Ausdruck der Entpolitisierung und Ratlosigkeit Millionen von Menschen. Weiterlesen

Man fühlt sich in tiefe SED-Zeiten zurückversetzt

Parteiausschluss zur Abschreckung der Mitglieder. Erklärung der AKL Sachsen-Anhalt zum Schiedsverfahren gegen Harald Koch

Ein Schiedsverfahren in der Partei kann man verlieren – und wenn man die Niederlage nachvollziehen kann, dann ist auch alles halb so schlimm.

Nach diesen beiden Schiedsverfahren, sowohl vor der Landesschiedskommission (LSK) des LINKE-Landesverbandes Sachsen-Anhalt, als auch vor der Bundesschiedskommission (BSK) der Bundespartei, bleibt ein übles Gefühl vorhanden. Beide Verfahren hatten eher den Charakter einer brutalstmöglichen Abrechnung mit einem ungeliebten Mitglied, als den eines fairen Verfahrens mit offenem Visier und offenen Karten. Weiterlesen