DIE LINKE steht vor der Herausforderung, unterschiedliche Demokratieansätze zu vereinen. Von Tilman Rosenau
Die Listenaufstellung der LINKEN in Mecklenburg-Vorpommern führte zur Nichtwahl „unbequemer“ KandidatInnen. Der Listenvorschlag des Landesausschusses wurde durch das Votum des Landesvorstandes nicht bestätigt. Die Vorsitzende des Landesausschusses van Loh: „Es war unser Bestreben, demokratisch, basisnah und regional ausgewogen bei der Listenaufstellung vorzugehen. Konkret wurden diese Maßgaben dadurch durchgesetzt, dass die Kreisverbände ihre Voten für ihre KandidatInnen abgaben. Gewählt wurden schließlich KandidatInnen die aus Vorstandssicht erklärtermaßen dem erwünschtem Koalitionspartner SPD freundlich zugewandt sind. In einem in der Jungen Welt veröffentlichten Brief eines parteilosen Linken konnte man folgende Analyse lesen: dass: „unsere Landespartei in der Hand karrieregeiler, machtbesessener Autokraten ist, die sich nicht scheuen, für die Durchsetzung ihrer Ambitionen sämtliche Standards der politischen Kultur, die unsere Partei, auch in Hinblick auf ihre Geschichte einmal ausgezeichnet haben, für die Durchsetzung ihrer persönlichen Interessen mit Füßen zu treten. … Warum sollen Wähler eine Weichgespülte SPD wählen, wenn sie das Original haben können?“ Weiterlesen →